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Technik und Geschichte des Opel Kadett und des Opel Astra
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| Kurze Zeitreise: |
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1936 erschien der erste Kadett ("Kadett 1936"),
kriegsbedingt wurde die Produktion 1940 eingestellt. 1946 wurde von der
sowjetischen Siegermacht die komplette Fertigungseinrichtung für den Kadett im
Werk Rüsselsheim demontiert, und wird von da an in Moskau hergestellt. Der
zwangseingebürgerte Opel heißt von nun an "Moskwitsch 400".
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Erst im Jahre 1962 erscheint ein neues Modell des Kadett, der
"Kadett A" wird in einem völlig neuen Werk in
Bochum hergestellt. Es gibt ihn als zweitürige Limousine, sowie als dreitüriger
Caravan, 1963 folgt die Coupé-Variante. Der vorneliegende Motor mit 1,0 Liter
Hubraum und 29kW/40PS treibt die Hinterräder an.
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Schon 1965 kommt die überarbeitete B-Variante des Kadetts
("Kadett B"). Es entstehen unterschiedlichste
Karosserie-Varianten, Limousine und Caravan als Viertürer, Limousine und
Coupé mit Fliesheck und natürlich ein sportliches Coupé mit dem Namen
"Rallye-Kadett". Motorenauswahl von 33kW bis 66kW.
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1972 kommt der "Kadett C" auf den Markt, zu den
gewohnten Formen kommt 1975 der Kadett City als Schrägheck Limousine, und in
geringer Stückzahl der Kadett Aero als Cabriolet mit Überrollbügel. Der
kleinste Motor ist ein 29kW starkes Triebwerk, für das ab August 1975 gebaute
Kadett Coupé GT/E steht zunächst ein 1,9-Liter Motor mit 77 kW zur Verfügung.
1977 gibt es dann den Kadett in der Rallyeversion mit 2,0-Liter Motor und 81kW
Leistung. Der Leistungsstärkste C-Kadett ist ab Anfang 1978 lieferbar, der GT/E
mit 2-Liter Motor und 85 kW. Eigentlich ist es ja zu wenig was ich zu diesem
legendären Kadett geschrieben habe, aber zu diesem Thema gibt es auch noch
andere schöne Seiten im Netz.
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Der erste Kadett als Fronttriebleer erscheint 1979, der
"Kadett D". Als Motoren gibt es den 1,3-Liter und
44kW Leistung, ihm folgen später 1,6- und 1,8-Liter-Varianten. Es gibt ihn
als Schrägheck-Limousine mit kleiner und später auch mit großer Heckklappe
sowie als Caravan zwei- und viertürig. Erst 1983 kommt der Kadett als GT/E mit
85-kW.
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Schon ein Jahr später wird der "Kadett E"
dem Kunden angeboten. Man kann zwischen Motoren von 40 bis 95kW wählen. Des
weiteren kann man nun auch eine Stufenheckversion, ein Cabrio mit Überrollbügel
und einen Lieferwagen namens Combo zu den bekannten Formen wählen. Den Kadett E
gibt es als GSi zuerst mit einem 1,8-Liter Motor und 85kW. Mit Kat gibt es ihn
als 2,0-Liter Motor und 85kW, ohne Kat gibt es auch noch eine 2,0-Liter Version
mit 95kW. Nur das Cabrio und die zweitürige und viertürige Schrägheck-Limousine
sind als GSi erhältlich. Der stärkste Kadett GSi bekommt noch das Kürzel 16V,
es gibt in ab 1988 mit einem 2,0-Liter Motor mit 110kW.
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| Die Sternstunde: |
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1991 stellte Opel den "Astra F" auf der IAA in Frankfurt vor.
Damit war ein großes Entwicklungsprojekt vollendet. 8000 Ingenieure, Techniker
und Designer aus dem Technischen Entwicklungszentrum im Stammwerk in Rüsselsheim
waren an der Entwicklung beteiligt. Die Fertigung erfolgte traditionell im Werk
Bochum und ab dem Herbst 1992 auch in dem völlig neuen Werk in Eisennach. Im
Ausland wurden auch Astras gefertigt: In Großbritanien/in Ellesmore Port im
Vauxhall-Werk, in Belgien/in Antwerpen, in Ungarn/in Szentgotthard, in
Portugal/in Azambuya und in Spanien/in Saragossa. Den GSi und GSi 16V gab es
zuerst nur als zweitürige Schrägheck-Limousine. Ab Sept. 94 auch als Caravan
und viertürige Schrägheck-Limousine. Übrigens GSi heißt: Grand Sport Injection.
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Und hier noch ein wenig Originaltext aus dem Werbeprospekt des
Astra GSi:
Technik, die begeistert, kombiniert mit einem Design, das beeindruckt - Der Astra GSi. Diese gelungene Verbindung von Ästhetik und Technik überzeugt auf den ersten Blick. Und die Begeisterung wächst mit jedem Detail. Auffallend anders in Forum und Funktion, mit einer Serienausstattung, die Maßstäbe setzt: 2.0i - Motor, mit geregeltem Katalysator und 85 kW (115 PS), 5-Gang-Sportgetriebe, Drehzahlmesser und Sportlenkrad. Der GSi mit sportlich abgestimmtem Fahrwerk und Gasdruckstoßdämpfern ist serienmäßig mit ABS und innenbelüfteten Scheibenbremsen vorn, sowie Scheibenbremsen hinten ausgerüstet. Im Cockpit fällt das Multi-Info-Display (MID oder auch Bordcomputer) sofort ins Auge. Und selbstverständlich vervollständigen attraktiv gestaltete, vorbildlich konturierte Sportsitze den Innenraum des Astra GSi. Noch mehr High-Tech und noch mehr Kraft bietet der Astra GSi 16V. Hier gehört sogar Electronic Traction Control (ETC) zusätzlich zur Serienausstattung: Ein elektronisches System, welches das Durchdrehen der Antriebsräder weitgehend verhindert. Sicheres Beschleunigen und Überholen, erhöhte Fahrstabilität bei Nässe und im Winter, bei unterschiedlich griffiger Fahrbahn sind das Ergebnis. |
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Den Serien Astra Turbo gibt es in Südafrika. Bei Opel Deutschland
weiß man von diesem Astra nichts (habe schriftlich angefragt), man schaute sich dieses
Bild an und war über den Astra Turbo doch etwas überrascht. Warum es diesen Astra Turbo
in "good old Germany" nicht in Serie gab, bleibt ein Rätsel. Aber es gibt ja
genug Schrauber die diese Idee schon in die Tat umgesetzt haben. Er nannte sich in
Südafrika Kadett 200t S (Fließheck), bzw. Astra 200t S
(Stufenheck). (Dank geht an SR, Ulf und ganz besonderer an Deon Venter für das Zusenden
von Infos)
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| Das neue Gesicht: |
| Coupé Tradition |
| Freiluftvergnügen: |
| Der Lader für den Wagen mit Zuladung: |
| Die dritte Astra Generation: |
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Neuer Astra GTC: Emotion in der Kompaktklasse - Weltpremiere in Paris
Seine Weltpremiere feiert der neue Opel Astra GTC auf dem Automobilsalon in Paris (25. September - 10. Oktober 2004); auf den Markt kommt der sportlich gezeichnete Dreitürer im Frühjahr 2005. Mit seinem expressiven, betont dynamischen Design macht der Astra GTC - das Kürzel steht für Gran Turismo Compact - seinem Namen alle Ehre. Gleichzeitig verkörpert das nach Fünftürer und Caravan dritte eigenständige Modell der neuen Astra-Generation die bislang emotionalste Ausprägung der Astra-Formensprache. Akzentuiert wird der GTC-Auftritt zusätzlich von einer Panorama-Frontscheibe, die als Weltneuheit für den Dreitürer erhältlich ist. Das bis zur B-Säule durchgezogene Glasdach vermittelt ein völlig neues Raumerlebnis, ähnlich wie in einer Flugzeugkanzel. Zu den prägnanten Designmerkmalen des Astra GTC (Länge/Breite inkl. Außenspiegel / Höhe: 4.288 / 2.033 / 1.413 Millimeter) zählen neben seinen sportlichen Proportionen mit kurz wirkenden Überhängen vor allem die gegenüber dem Fünftürer noch ausgeprägtere Pfeilung von Bug und Heck. Daraus resultiert das Plus von 40 Millimeter Länge. Die charakteristische, bogenförmig abfallende Dachlinie verleiht der Seitenlinie im Zusammenspiel mit der nach hinten extrem spitz auslaufenden Fenstergrafik ein hohes Maß an Spannung. Das grazilere, flachere Dach (-32 Millimeter gegenüber Fünftürer) betont die breiter ausmodellierten Schultern und setzt damit einen besonderen Akzent auf den muskulösen Grundkörper. Betont wird der dynamische GTC-Auftritt zusätzlich durch die gegenüber dem Fünftürer um rund 15 Millimeter tiefer liegende Karosserie, so dass die Wagenstandshöhe insgesamt 47 Millimeter abgesenkt wurde. Friedhelm Engler, Astra-Chefdesigner und Direktor für Design-Integration, General Motors Europe: „Beim GTC haben wir die Emotionalität des Designs gegenüber den anderen Astra-Modellen nochmals gesteigert. Er wirkt wie zum Sprung geduckt und verkörpert die dynamischste Ausprägung der expressiven Astra-Formensprache. So etwas erreicht man natürlich nicht, indem man einfach ein bestehendes Modell nimmt und die Anzahl der Türen reduziert. Bis auf die Motorhaube und die vorderen Kotflügel sind alle Karosserieteile neu.“ Abstriche bei der Alltagstauglichkeit oder am Platzangebot des Fünfsitzers sind mit der sportlichen Silhouette aber kaum verbunden. Da die Sitzhöhe um 20 Millimeter abgesenkt wurde, ist die Kopffreiheit lediglich 12 Millimeter geringer als im Fünftürer. Der Astra GTC, verfügt über das gleiche Kofferraumvolumen (380 Liter) wie die fünftürige Astra-Version. Für eine flexible Nutzung ist die Lehne der Rückbank im Verhältnis 60:40 (optional: 40:20:40) geteilt umklappbar. Und auch wenn die Designer die Seitenscheiben im Fondbereich stark einzogen, um so der Karosserieschulter noch mehr Spannkraft zu verleihen, reisen zwei Erwachsene im Fond komfortabel. Die Dynamik, die der neue Astra GTC schon mit seinem Auftritt signalisiert, setzt er auch auf der Straße um. Möglich machen dies das von der Fachpresse hoch gelobte IDS-Fahrwerk (Interaktives Dynamisches FahrSystem) mit serienmäßigem ESPPlus sowie das auf Wunsch erhältliche adaptive Fahrwerkssystem IDSPlus mit elektronischer Dämpferkontrolle (CDC, Continuous Damping Control) und Vernetzung aller elektronischen Chassissysteme. Zusätzlich hat der GTC-Fahrer bei IDSPlus die Möglichkeit, per Knopfdruck vom Cockpit aus ein Sport-Setup zu wählen, das neben der Stoßdämpferabstimmung auch das Ansprechverhalten des Gaspedals und die Charakteristik der elektrohydraulischen Lenkung regelt. Zum Verkaufsstart stehen für den Astra GTC fünf Benzin- und drei CDTI-Common-Rail-Dieselmotoren mit einem Leistungsspektrum von 90 bis 200 PS zur Wahl. Alle Triebwerke erfüllen die Euro 4-Abgasnorm, die beiden 1,9-Liter-CDTI-Motoren (120 und 150 PS) sind auf Wunsch mit einem wartungsfreien Dieselpartikelfilter erhältlich. Produziert wird der Astra GTC im belgischen Antwerpen. Die vorgesehene Jahreskapazität für den Dreitürer beträgt rund 70.000 Einheiten. |
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Hochleistungsstudie: Astra High Performance Concept Dritte Opel-Weltpremiere in Paris
Neben dem neuen Astra GTC und dem Astra GTC mit neuem Panorama-Scheibensystem präsentiert
Opel auf dem Automobilsalon in Paris eine dritte Weltpremiere: die Studie „Astra High
Performance Concept“. Der in Powerrot lackierte Sportler auf Basis des Dreitürers zeigt,
welches dynamische Potenzial noch in der neuen Kompaktklasse-Generation steckt und ist
richtungsweisend für zukünftige Astra-Hochleistungsvarianten. Mit knackiger Optik und einem
auf Topleistung ausgelegten Technik-Paket wird der Name zum Programm. Das offenbart bereits
ein kurzer Blick auf die Eckdaten für den Astra High Performance Concept: 176 kW/240 PS,
310 Newtonmeter maximales Drehmoment, Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in deutlich unter
sieben Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit im Bereich von 240 km/h.
Möglich macht diese Sportwagenwerte ein Kraftpaket, das in einer „zivileren“ Version jetzt auch für den Astra Fünftürer und den Caravan angeboten wird - der dort 200 PS starke 2,0-Liter-Turbobenziner (maximales Drehmoment: 262 Nm). Das Plus an Power beim Motor des Hochleistungs-Astra wurde unter anderem durch Optimierungen auf der Einlass- und Auslass-Seite, Einsatz von hochwertigsten Motorkomponenten sowie durch eine Weiterentwicklung der Einspritzanlage und des Turboladers erreicht. Perfekt für die Potenz des Triebwerks konzipiert ist das IDSPlus-Fahrwerk der Studie. Das bereits bei den Astra-Serienmodellen von der Fachpresse hoch gelobte System mit elektronischer Dämpferkontrolle und Vernetzung aller Fahrdynamikregelungen wurde für den mit einem Sechsgang-Getriebe ausgestatteten Astra High Performance Concept mit der Zielrichtung „noch sportlicher“ weiterentwickelt. Dass unter dem stählernen Trikot des Modellathleten jede Menge Kraft verborgen ist, signalisieren bereits auf den ersten Blick Designmerkmale wie die gegenüber dem Serien-Astra GTC noch muskulöser ausgeformte Frontpartie. Sie wird geprägt durch einen deutlich breiter und tiefer gezogenen Lufteinlass, einen Wabengitter-Grill sowie einen Stoßfänger mit einer deutlich akzentuierten Spoilerlippe und integrierten Nebelscheinwerfern in den stark ausmodellierten seitlichen Öffnungen. Diese stellen zugleich eine harmonische Verbindung zu den zum Fahrzeugende hin noch stärker profilierten Seitenschwellern her. Sehr kraftvoll gestaltet präsentiert sich auch das Heck des Astra High Performance Concept. Das Bild prägen ein markanter Dachspoiler, der im Zusammenspiel mit einem unten am Stoßfänger anmodellierten Diffusor den Auftrieb reduziert, zwei seitliche Öffnungen mit Gitterstruktur und die Doppelauspuffanlage mit rechts und links installierten Endrohren. Große 19-Zoll-Leichtmetallräder unterstreichen den athletischen Auftritt. Sportlich ambitionierte Details weist auch der passend zur Außenhaut ebenfalls in Powerrot gehaltene Innenraum der schnellen Astra-Studie auf. Auffälligstes Merkmal sind die auf extremen Seitenhalt ausgelegten Recaro-Sitze, die über eine Sitzflächenverlängerung und eine Vier-Wege-Lordosenstütze verfügen. Weitere Interieur-Zutaten sind ein neu gestalteter Leder-Schaltknauf sowie mit roten Ringen eingefasste und in ihrer Grafik auf das Design der Studie abgestimmte Instrumente. Entwickelt wurde der Astra High Performance Concept von den Ingenieuren des Internationalen Technischen Entwicklungszentrums (ITEZ) in Rüsselsheim in enger Zusammenarbeit mit dem OPC-Team (Opel Performance Center). |
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Der Opel Kadett mit dem Stufenheck hat viele gute Seiten - Ein Wagen für die Familie
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Von Bodo Grosch "Ist das wirklich ein Kadett?" In 14 Tagen Testfahrt mit dem Opel Kadett GL mit Stufenheck wurde diese Frage öfter gestellt. Auch wenn das Stufenheck-Modell nun schon ein paar Monate auf unseren Straßen rollt, es überrascht immer wieder durch seine harmonische Linie und das für diese Klasse große Raumangebot. Aber nicht nur der große Kofferraum zeichnet diesen Opel aus. Das Stufenheck-Modell des Kadett kam erst einige Zeit nach dem Schrägheck-Modell auf den Markt. Aber dieser bei vielen Käufern beliebte Kofferraum war keinesfalls ein nachträglich angehängter Fremdteil. Die Gesamtlinie des Wagens stimmt und gibt dem Opel-Chefdesigner Hans Seer recht, der bei der Vorstellung des Modells sagte: "Beide Modelle sind vom ersten Tag an als Einheit entwickelt worden. Hier gibt es in Design und Technik keinen Bruch. Anders hätten wir weder den guten Cw-Wert noch die harmonische Linie erreichen können!" Mit Cw 0,32 gehört der Kadett zur Spitzengruppe seiner Klasse. Der Wert wurde erreicht, ohne der Linie Gewalt anzutun oder das Raumangebot einzuschränken. Im Gegenteil: Im um 22 Zentimeter längeren Stufenheck-Kadett haben die Fondpassagiere sogar mehr Kopffreiheit. Das Platz- und Komfortangebot kann es mit wesentlich teureren Wagen aufnehmen. Nicht zuletzt die gut geformten und komfortabel-fest gepolsterten Sitze tragen dazu bei. Die Innenausstattung ist gut, nur einige Bedienhebel hat man etwas weitläufig verteilt. Der Kofferraum ist ein kleines Raumwunder. Niedrige Ladekante, ebener Boden, 550 bis 1230 Liter (bei umgeklappter Rücklehne) Fassungsvermögen und je nach Modell 480 bis 505 Kilogramm Nutzlast - das kann sich sehen lassen. Die bekannt guten Fahreigenschaften des Kadett leiden auch unter diesem großen Kofferraum nicht. Der Wagen liegt straff und sicher auf der Straße, wird selbst bei scharfer Kurvenfahrt (und vollem Kofferraum) nicht weich in den Knien und vermittelt unter allen Bedingungen große Fahrsicherheit. Mit dem 1,6 S OHC-Motor (66 kW/90 PS) ist dieser Kadett ein ausgesprochen familienfreundliches Fahrzeug: großes Platzangebot, gute Fahrleistungen und geringer Verbrauch. In elf Sekunden ist er aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h wird zügig erreicht, wobei nur im obersten Drehzahlbereich der Motor etwas lauter wird. Der Durchschnitts-Testverbrauch von 8,1 l/100 km bietet keinen Grund zur Klage. Wer um die 130 km/h herum reist, kann bequem mit 7,5 l/100 km auskommen. Beim Einparken wird sich mancher eine etwas leichtgängigere Lenkung wünschen. Der viertürige Kadett GLS mit 1,6 Liter Super-Motor ist kein schlechter Kauf, allerdings für 20.234 Mark auch kein ganz billiger, wobei das 5-Gang- Getriebe noch einmal 455 Mark extra kostet und eine Servolenkung auf 1.100 Mark käme. Aber letztlich bekommt man für dieses Geld eine Menge Fahrspaß und auch Fahrkomfort. Der Stufenheck-Kadett ist vorn und hinten mit Stabilisatoren ausgerüstet, mit deren Hilfe die Seitenneigung bei Kurvenfahrten unterdrückt wird. Quelle: Abendblatt Nr. 133 vom 11.06.1986, Seite 21 |
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Opel Astra F Caravan (1991-1998) - Quelle: www.autobild.de
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Wie geht's dem Sorgenkind?
Eltern haften für ihre Kinder – beim ersten Astra hatte Opel Gelegenheit dazu. Und kurierte viele Kinderkrankheiten bereits im Jugendalter. Verarbeitung und Karosserie: Leicht hat es der Astra nie gehabt. Vor sechseinhalb Jahren trat der Kompakte in die Fußstapfen des Quotenkönigs Kadett und sollte endlich den Golf vom Thron stoßen Doch der Serienstart mißriet gründlich, viele Pannen verärgerten die Kunden. Jedoch: Weder zahlreiche Rückruf-Aktionen noch die anfangs schlechte Rostvorsorge schadeten Opels Sorgenkind nachhaltig. Zumal der Astra im Laufe seines Lebens viele seiner Kinderkrankheiten auskurieren konnte. Dazu gehören Klappergeräusche des Armaturenbretts, die Opel seit 91 erfolgreich mit Silikon bekämpfte, wackelnde Vordersitze sowie die Laderaumabdeckung vom Caravan. Ins traurige Kapitel Verarbeitungsmängel fallen ebenso unsauber eingebaute Verkleidungen wie ungleiche Spaltmaße an Türen und Hauben. Damit nahm Opel es erst ab 94 genauer. Auch vor Wassereinbruch im Kofferraum blieben Astra-Besitzer bis Modelljahr 93 nicht verschont. Die Dichtungen an Heckklappe und Leuchten wurden danach geändert. Zuwenig Wasser legt dafür oft den Heckwischer lahm – die Spritzwasserleitung reißt mit schöner Regelmäßigkeit. Allen noch in Erinnerung: der Tankstutzen-Skandal mit anschließendem Rückruf. Statische Aufladung konnte zu Stichflammen führen. Eine neue Manschette beseitigte das Problem – für Gebrauchtkäufer in jedem Fall ein Prüfpunkt. Die größte Sorge bei alten Astra sollte indes der Rostvorsorge gelten. Braun blüht es oft an der Heckklappe, am Tank, am Türschließblech und nahe den Fensterdichtungen. Schnell wird aus der Kinderkrankheit ein Altersleiden: Die Blechfalze des Unterbodens spreizen sich bei vielen Astra auseinander, verraten so versteckte Rostnester. Technik und Innenraum: Opel-zuverlässig geben sich allegemein die Motoren. Freilich nur unter der Voraussetzung, daß der Zahnriemen alle 60.000 Kilometer getauscht wird. Sonst droht ein teurer Motorschaden. Anfällig sind nach Meldung unserer Lesertester außerdem die Zylinderkopfdichtung und, wie könnte es anders sein, die verdammte Wasserpumpe. Wann Opel dieses Problem wohl endlich löst? Beliebt und verbreitet ist die 1,6-Liter-Maschine (71 oder 75 PS), der beim AUTO BILD-Dauertest im Mittel 8,1 Liter Super reichten. Zu schwach, laut und rauh sind die alten Saugdiesel mit 57 und 60 PS (bis 95). Die neueren Turbodiesel sind entschieden kräftiger. Flinker geht es mit den Benziner-Varianten (90 und 115 PS) zur Sache. Und das Pendant zum GTI heißt GSi und stürmt mit 125, 136 oder gar 150 Pferden vorwärts. Über den üppigen Innenraum gäbe es fast nur Erfreuliches zu berichten, wenn, ja, wenn nicht wieder mal Kleinigkeiten Astra-Fahrern das Leben schwermachten. Fensterheber, Zentralverriegelung und Spiegelverstellung gehen gerne mal in unbefristeten Streik. Und beim seit 94 serienmäßigen Doppelairbag mußte Opel erneut nachbessern: Wegen einer möglicherweise lockeren Steckverbindung wurden alle Astra in der Werkstatt überprüft. Fahrverhalten und -komfort im frontgetriebenen Astra sind ausgewogen. Minimale Lastwechselreaktionen, stabil in fast jeder Kurvenlage, solide Federung. ABS ging im Sommer 96 in die Serie. Trotz aller Sorgen – das Astra-Kind ist für Opel ein Erfolgsauto, wie die Stückzahlen beweisen. Und diese Beliebtheit hat ihren Preis, der auch unter dem Druck des Nachfolgers nur ganz langsam bröckeln wird. Besonders der begehrte Caravan erweist sich als Preisgarant, während das Stufenheck weniger Freunde findet. Trotzdem: Empfehlenswert sind erst Astra ab Modelljahr 95, bei denen das Scheckheft verrät, daß die Sorgenkinder zumindest mit viel Liebe aufgezogen wurden. Historie, Schwächen, Kosten: Modellgeschichte 9/91 Modellstart des Astra (A, aber intern F genannt, weil der letzte Kadett-Code E hieß) als Drei- und Fünftürer sowie Caravan • 4/92 viertürige Stufenheck-Variante 3/93 Cabriolet auf Basis der Stufenheck-Version lieferbar 5/93 ABS bei CD-Modellen Serie 8/93 1,6- und 1,8-l-Vierventiler 6/94 Fahrer-Airbag serienmäßig 8/94 Modellpflege, weiße Blinkleuchten, neue Außenspiegel 2/95 neue 1,8- und 2,0-l-Motoren 2/96 neue Ausstattungsvarianten: Motion und Dream 9/97 Astra B (G) wird auf der IAA vorgestellt, aus Qualitätsgründen aber erst im März 98 ausgeliefert. Schwachstellen • Zylinderkopfdichtung aus Kork brennt häufiger mal durch oder schwitzt Öl aus • Wasserpumpe defekt • Rostnester in Trägern und Blechfalzen, auch unter den Dichtungen der Heckklappe und unter den Fenstern sowie den Schwellern • Bremsscheiben schnell verschlissen • quietschende Keilriemen bis Modelljahr 93 (danach geänderter Riemen und automatische Spannrolle) • Zahnriemen reißt bei vernachlässigter Wartung • Elektrik (Zentralverriegelung, Zündanlage, Lichtmaschine) Reparaturkosten Preise inklusive Lohn und Mehrwertsteuer am Beispiel eines Opel Astra 1.4 GL, 44 kW/60 PS, Baujahr 1994. Vertragswerkstatt-Ersatz ist günstig, aber noch billiger kann es der freie Teilehandel. |
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Fazit und Urteil:
Fazit Wer sich einen jugendlichen Astra kauft, kann kaum danebenliegen. Ab 95 wurde die Verarbeitungsqualität besser, Mängel der ersten Serie wie quietschende Keilriemen abgestellt und vor allem der Rostschutz gründlicher. Schwachstellen sind nach wie vor die oft schwitzenden Kopfdichtungen und anfällige Wasserpumpen. Bei gebrauchten Astra sollte auf jeden Fall der Zahnriemen gecheckt werden, der nach etwa 60.000 Kilometern erneuert werden muß. Ebenso prüfen: Wurden die Rückruf-Aktionen an Tankstutzen, Airbag und Kabelbaum dokumentiert? Und ein Tip für die Rostsuche: Auch unter den Dichtungen nach Rostnestern fahnden. Der 60-PS-Basismotor ist vor allem für den Kombi zu schwach, spritziger und zugleich sparsam sind die 75- und 90-PS-Benziner. Für Vielfahrer empfiehlt sich der neuere Turbodiesel mit 82 PS, die alten Saugdiesel sind zu schlapp und rauh. |
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